Die Vorteile der Vergärung organischer Abfälle sind:
- vielseitige energetische Nutzung: Strom, Wärme, Brenn- und Treibstoff
- Klimaschutz: Energie-Produkte sind CO2-neutral
- Umweltschutz: Gärgut kann energieintensiven Kunstdünger und Torf ersetzen
- Effizienz: Vergärung ist effizienter als Verbrennung in der KVA, weil feuchte organische Abfälle einen geringen Heizwert haben.
Winterthur, Genf und Zug, aber auch Bubikon und Greifensee machen es vor: immer mehr Städte, ländliche Gemeinden und Zweckverbände gehen dazu über, ihre organischen Abfälle getrennt zu sammeln und in Biogasanlagen zu vergären. Die Erfahrungen mit Separatsammlung und Vergärung sind positiv:
- Mit Sammelcontainern und Jahresvignetten wird eine optimale Sammellogistik realisiert.
- Durch steigende Sammelmengen wird ein guter Kostendeckungsgrad erreicht.
- Die Vergärung und Biogasproduktion ist eine Lösung mit hoher Akzeptanz bei der Bevölkerung.
Warum feuchte organische Abfälle vergären und nicht kompostieren?
- Bessere Energiebilanz: Bei der Vergärung wird Energie produziert, bei der Kompostierung muss Energie aufgewendet werden.
- Weniger Platzbedarf: Im Vergleich zu einer Kompostieranlage braucht die Vergärung weniger Platz.
- Weniger Geruchsbelästigung: Die Vergärung erfolgt in geschlossenen Anlagen und ist damit geruchsneutraler.
- Nachgerottetes Gärgut ergibt in kurzer Zeit einen hochwertigen Kompost. Dieser und das anfallende Presswasser können als Dünger im Gartenbau und in der Landwirtschaft eingesetzt werden.