Articoli correnti

Articoli da ottobre 2009
SwissEcoSystems verwertet Abfall der Dübendorfer Givaudan

Grüner Strom und grünes Image – davon profitieren beide Firmen. Givaudan, weltweit die Nummer eins in Sachen Aromen und Duftstoffe und SwissEcoSystems, die junge aufstrebende Biotechnologie Firma, die kleine Biogasanlagen entwickelt und deren Bau im Kanton Zürich vorantreibt. Vor der Kooperation mit der SwissEcoSystems sind die organischen Abfälle der Givaudan ebenfalls getrennt entsorgt, aber nicht nochmals genutzt worden, erklärt Hanspeter Gisler von Givaudan.

Jetzt werden sie vom Transporter abgeholt und zu bereits bestehenden Biogasanlagen im Kanton Zürich gefahren. Bald sollen aber die Transportwege kürzer werden: Matthias Spicher ist in Verhandlungen mit Landwirten aus Gutenswil, die eine Biogasanlage planen. Damit diese regionale Lösung rentiert sind nebst Hofdünger zusäztliche Abfälle nötig. Givaudan hat einen Abnahmevertrag für sämtliches organisches Material von jährlich 1500 Tonnen unterschrieben. Damit können theoretisch zwei 60-Kilowatt-Ecogas-Anlagen gebaut werden. Bis diese stehen, werden die Abfälle weiterhin an verschiedene Anlagen geliefert. 

Quelle: Zürcher Oberländer Gesamtausgabe, 14.10.09



Meilen heizt Gemeindeliegenschaften mit Biogas

Die Gemeinde Meilen fördert Biogas gleichermassen wie Ökostrom. Die politische Gemeinde deckt in ihren Liegenschaften zukünftig denselben Anteil des Gesamtverbrauchs (5 Prozent) mit Biogas. Dies führt zu einem Aufpreis von 0,5 Rappen pro Kilowattstunde, was rund 18000 Franken pro Jahr entspricht. Das Biogas wird aus Abfallstoffen gewonnen und in heimischen Anlagen erzeugt. 

Quelle: Tages-Anzeiger rechtes Ufer, 13.10.09



Energie und Ökologie

Biotreibstoffe müssen keine Konkurrenz zum Naturschutz sein, wurde an einer Tagung im Naturama erklärt. Rohstoffe sollen aber Abfälle statt Nahrungsmittel sein. In seinem Referat stellte der Agronom Hans-Christian Angele vom Zürcher Ingenieur- und Beratungsunternehmen Ernst Basler und Partner die Möglichkeiten der Gewinnung von Biotreibstoffen mit ihren Licht- und Schattenseiten vor. Mit erneuerbarer statt fossiler Energie könne die CO2 Belastung reduziert, die regionale Wirtschaft gestärkt und die Auslandabhängigkeit der Schweiz im Energiebereich verringert werden. In Europa seien nur Treibstoffe aus Abfall, Reststoffen und Holz ökologisch sinnvoll. Angele ist der Meinung, dass die Schweizer Landwirtschaft Treibstoff produzieren könne, ohne Beeinträchtigung des Naturschutzes. Er plädiert daher für vermehrte Biogasproduktion aus Hofdünger und Abfällen. Eine weitere Möglichkeit sei die Nutzung des Agro-Forst-Systems (Esche/Ahorn auf extensivem Weideland). Ganz klar, müsse aber auch die Energieeffizienz in der Landwirtschaft verbessert werden.
Im anschliessenden Podium wurde die Thematik kontrovers diskutiert. Einig war sich die Runde, dass die Biodiversität und Ökologie keinesfalls einem vermehrten Energiepflanzenbau auf Ackerflächen weichen dürften. 

Quelle: BauernZeitung Zentralschweiz/Aargau



Mit der Biogas-Dampf-S9 zur Arbeit

Dampfloks kann man mit allem beheizen, auch mit Biogas aus der Region. Eine solche Biogas-Dampflok ist in Planung. Mit einem zweiwöchigen Pilotprojekt will die "Modern Steam am am Hauenstein GmbH" prüfen, ob mit touristischen Angeboten ein rentabler Betrieb auf der historischen Läufelfingerlinie möglich ist. Wenn genügend Gäste für die zwei bis drei Dampffahrten pro Tag sowie die angeschlossenen Tourismus-Projekte zu mobilisieren sind, soll später eine Dampflok, die mit Biogas aus der Region beheizt werden soll, einen ersten S-Bahn-Linienbetrieb aufnehmen. 

Technisch scheint alles machbar, doch leidet das Läufelfingerli bisher unter Passagiermangel. Ob die Rechnung aufgeht, soll sich in diesen Wochen zeigen. 

Quelle: Basellandschaftliche Zeitung, 23.09.09



Verschärfte Vorschriften bei der Entsorgung von tierischen Nebenprodukten

Die Schweiz hat sich mit der EU darauf geeinigt, dass die Schweiz analog zur EU ein Verbot der Verfütterung von Speiseresten an Nutztiere umsetzen wird. Die überarbeitete Verordnung über die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten (VTNP) soll am 30. Juni 2011 in Kraft treten. Als Alternative zur heutigen Verfütterung in Mastbetrieben bietet sich die Vergärung der Speisereste in Biogasanlagen als ökologisch-, ökonomisch- und sozial-verträgliche Variante an.

Experten schätzen das jährliche Volumen an Speiseresten aus Schweizer Restaurants und Grossküchen auf 300'000 Tonnen. Tierische Abfälle aus dem Schlachthof werden auf 160'000t pro Jahr geschätzt. Davon werden zurzeit noch rund drei Viertel als Schweinesuppe verfüttert. Bei einem Verbot ab 2011 muss diese Menge anderweitig, zum Beispiel in Biogasanlagen verwertet werden. Verschiedene Marktteilnehmer bereiten sich bereits jetzt auf die Veränderungen vor. Der führende Speiseresteverabeiter in der Schweiz geht davon aus, dass nur ungefähr 10% der 100 Lebensmittelrecycler in den Bau einer eigenen Vergärungsanlage investieren werden. Die ehemaligen Schweinesuppen-Produzenten treten somit in Konkurrenz zu den bestehenden Grüngutvergärungsanlagen, welche bereits einen Anteil an Speiseabfällen verarbeiten. Die bereits geplanten Biogasanlagen zeigen die Attraktivität der neuen Entsorgungsmöglichkeit, aber auch den harten Konkurrenzkampf um Substrate auf. So sind in der Ostschweiz in der Entfernung von wenigen Kilometern zwei neue Biogasanlagen geplant, welche beide tierische Nebenprodukte wie Schlachtabfälle verarbeiten wollen.

Ein Speiseresteverarbeiter im Kanton Aargau will mit seiner zukünftigen Biogasanlage jährlich aus 20'000t Abfällen Strom produzieren. Er wird den Gastrobetrieben den Abfall voraussichtlich für den gleichen Preis abnehmen wie heute für die Schweinesuppe. Andere Speiseresteverarbeiter rechnen in Zukunft mit höheren Entsorgungsgebühren. Auch Energieabnehmer auf der anderen Seite der Wertschöpfungskette zeigen Interesse am ökologisch produzierten Strom. Verlierer der verschärften Vorschriften sind die Schweinezüchter, welche in Zukunft teueres Kraftfutter kaufen müssen. 

Quelle: BiomassEnergie, Oktober 2009



Grüngut ist ein wertvoller Abfall

In der March fallen jährlich rund 3900t und in den Höfen 2500t Grüngut an. Aus dem Gartenabfall wird je nach Gemeinde Strom, Gärgut oder Kompost gewonnen. Im Herbst fällt besonders viel Gartenabfall an. Wöchentlich werden die grünen Container geleert. Das Grüngut wird von Fremdstoffen befreit, dann geschreddert und mit Biostel, einem speziellen Mittel, das einerseits die Verrottung fördert und andererseits die Geruchsemission hemmt geimpft. Ein Teil des Grünguts wird schon nach vier Wochen zur Bodenverbesserung in der Landwirtschaft eingesetzt. Die organischen Abfälle hingegen werden in die Kompogasanlage gebracht. Dieses Grüngut wird zur Produktion von Energie eingesetzt. Aus einer Tonne Bioabfall werden je nach Zusammensetzung zwischen 105 bis 130 Kubikmeter Biogas gewonnen, dies entspricht etwa 80l Benzin.

Quelle: Bote der Urschweiz, 19. September 2009



Badenova will Biogasanlage und Geothermieprojekt kombinieren

Mit dem Kauf einer Biogasanlage in Neuried steigt der Freiburger Versorger badenova in sein drittes Biogasprojekt ein. Die Besonderheit der Anlage ist, dass neben der Biogasanlage auch der Bau einer Geothermieanlage geplant ist. Beide Anlagen sollen zusammen zu einem Hybridkraftwerk kombiniert werden. Dabei werden Teile der Wärme der Geothermieanlage mit der Abwärme der Biogasanlage zusammengeführt, um damit für das benachbarte Gewerbegebiet oder einen grossen Energieverbraucher in Standortnähe effizient hochwertige, höher temperierte Wärme zur Verfügung zu stellen. Bis das Hybridkonzept umgesetzt werden kann, seien allerding noch einige Umsetzungsschritte nötig.

Quelle: EUWID, 05. August 2009



News
22.11.2011 - Mikrobiologische Hygiene in Biogasanlagen mehr
04.10.2011 - Bioabfall-Vergärungsanlage für Zürich von Axpo Kompogas AG mehr
26.08.2011 - 6. Internationale Bioenergie Fachmesse mehr
07.06.2011 - EHEC Bakterien und möglicher Zusammenhang mit Biogasanlagen mehr
31.05.2011 - Zubau von Biogasanlagen ist 2010 weiter gestiegen mehr
31.05.2011 - Erste Kompogas-Anlage mit anerkannter CO2-Einsparung mehr
13.05.2011 - Tagung – Biomasseforschung in der Schweiz mehr
02.05.2011 - Biogas-Shop mehr
11.03.2011 - Biomasse Schweiz – die Trägerschaft für Energie aus Biomasse mehr
28.02.2011 - Biogasanlage in Hünenberg setzt auf Gülleleitungen mehr
News Archiv