Rohstoff Biomasse
In jedem organischen Material steckt
Sonnenenergie!
Was haben weggeworfene Bananenschalen, Gartenabfälle sowie Gülle und Mist gemeinsam? Sie enthalten alle gespeicherte Energie! Pflanzen speichern beim Wachsen Sonnenenergie und geben sie als Nahrung an Menschen und Tiere weiter. Was nicht verwertet wird, bleibt als wertvolle Energieressource vorhanden.

Abfallbiomasse ist daher ein begehrter Rohstoff für die Energiegewinnung. Ein einheimischer Rohstoff, welcher heute erst zu einem kleinen Teil genutzt wird.
  • Kommunale Bioabfälle: Allein im Kehrichtsack stecken heute durchschnittlich 27% verwertbare Biomasse.
  • Industrielle Bioabfälle: Bioabfälle aus der Lebensmittelindustrie, Mühlestaub, Brauereiabfälle oder Rasenschnitt sind sind alles geeignete Energieträger.
  • Landwirtschaftliche Abfälle: Gülle, Mist und Ernterückstände haben in der Schweiz ein grosses noch ungenutztes Potenzial.
  • Nebenprodukte als Ausgangsstoffe: Glycerin aus der Biodieselproduktion oder Schlempe aus der Bioethanolproduktion sind für Biogasproduzenten interessant.
Biomasse kann als Nachwachsende Rohstoffe (NaWaRo) auch speziell für die Energiegewinnung angebaut werden, z.B. Mais für Biogas, Getreide oder Zuckerrüben für Bioethanol oder Raps und Sonnenblumen für Biodiesel.

In der Schweiz hat die Nutzung von Abfallbiomasse gegenüber der Verwertung von NawaRo aus ökologischen und ökonomischen Gründen Vorrang.

Biomassebörse
Wer Abfallbiomasse zur Energiegewinnung verwertet, erhält dafür Entsorgungsgebühren. Die Preise auf dem Biomasse-Rohstoffmarkt werden bestimmt durch das Angebot an Biomasse von Gemeinden, Gewerbe und Landwirtschaft und der Nachfrage der Anlagenbetreiber. Damit die Biomasse sinnvoll und möglichst dort verarbeitet wird, wo sie anfällt, koordinieren Akteure wie Ökostrom Schweiz regional den Markt.